Rettende Apps
für rüstige Rentner

Rettende Apps
für rüstige Rentner

Sie sind viel unterwegs und möchten sich für Notfallsituationen gewappnet fühlen? Eine Reihe an Notruf-Apps für das Smartphone versprechen Sicherheit und sofortige Hilfe.

Notfall App für unterwegs
Foto: VolkerSchnaebele/ pixabay.com

Reiselustige oder mobile Senioren können sich für Gefahrensituationen mittels Smartphone Apps absichern. Die Anwendungen sind teilweise kostenpflichtig und mit Rettungsleitstellen oder Notrufzentralen direkt verbunden. Wir stellen Ihnen einige verfügbare Notfall-Apps vor.

Kostenlose Notruf-Apps

Viele Mobiltelefone verfügen über eine Notruffunktion. Stiftung Warentest hat die Notruffunktionen von fünfzehn Seniorenhandys im Dezember 2016 getestet und deutliche Mängel gefunden. Der Notruf lief bei neun Geräten ins Leere, sobald eine Mailbox anging. Wer besseren Service, aber weiterhin nichts zahlen möchte, kann sich mit einer der vielen kostenlosen Notfall-Apps behelfen.

Diese Apps sind in der Regel nicht mit einer Service Zentrale oder mit Rettungsdiensten verbunden. Durch das Drücken eines SOS-Knopfes können im Vorfeld festgelegte Vertrauenspersonen alarmiert werden. Zudem bietet die App Ratschläge für Erste-Hilfe-Maßnahmen und Telefonnummern von Rettungsdiensten. Für Ersthelfer können auch wichtige Gesundheitsdaten hinterlegt werden.

Alle bieten eine GPS Ortungsfunktion, aber zu Vorsicht rät Manolito Leyeza von der Björn-Steiger-Stiftung auf Welt.de. Einige kostenfreie Apps stellen zum Beispiel die Geokoordinaten auf dem Display zur Verfügung und wählen dann auf Tastendruck den Notruf. Die Daten muss man dann aber noch telefonisch durchgeben.

Oft sind zudem nur die Basispakete umsonst, und weiterführende Anwendungen kostenpflichtig.

Die Allianz und Focus-Online empfehlen die schweizerische Notfall-App Echo112. Diese Anwendung wählt an jedem Standort der Welt die richtige Notdienstnummer an und übermittelt den genauen Aufenthaltsort.

Kostenpflichtige Notruf-Apps

Die App Handhelp übermittelt bei Knopfdruck einen Notruf an Polizei, Feuerwehr oder Rettungsstellen, und auch zu  Vertrauenspersonen. Es sendet die GPS-Daten um eine genaue Ortung zu ermöglichen und gleichzeitig Bild-, Ton- und Videoaufnahmen der Notsituation. Ebenfalls werden individuelle Gesundheitsprofile an die Rettungskräfte weitergegeben. Die App kann eine Woche kostenlos getestet werden, und kostet im Anschluss 20 Euro pro Jahr.

Die Mein Notruf App bietet eine zertifizierte 24-Stunden Zentrale, die alle eingehenden Notrufe umgehend beantwortet. Auch hier sind Personendaten hinterlegt und eine GPS-Ortung vorhanden. Können die Mitarbeiter keinen Sprechkontakt mit dem Hilfesuchenden herstellen, wird automatisch die nächstgelegene Polizeidienststelle alarmiert. Mittels einer kostenlosen Testversion können Sie die Funktionen überprüfen. Diese App gibt es für 25 Euro jährlich.

Ein sehr ähnliches Profil hat die Protegon SOS. Zusätzlich beinhaltet  diese die Benachrichtigung von Vertrauenspersonen. Außerdem werden durch Tracking die GPS Daten Ihres Aufenthaltsortes 60 Minuten lang aktualisiert. Bei einer Vertragslaufzeit von 24 Monaten kostet Protegon 84 Euro pro Jahr.

Die Malteser stellen ebenfalls eine Notfall-App zur Verfügung. Die Hilfsorganisation bietet seit Mai 2017 mittels eines speziell seniorenfreundlichen Smartphones, Doro 8031, eine gesicherte Verbindung zu der Malteser Notrufzentrale an. Wird der Notfallknopf gedrückt, meldet sich sofort ein Mitarbeiter der Zentrale. Je nach Situation werden Rettungskräfte oder Vertrauenspersonen kontaktiert und der genaue Standort übermittelt. Das Smartphone ist für 259 Euro erhältlich und die jährliche Service-Pauschale beträgt 336 Euro.

Die Notruf-App des Deutschen Roten Kreuz liefert ebenfalls den 24-Stunden Service einer Notrufzentrale und die genaue Verortung. Die App kann auf jedes Smartphone geladen werden. Sie kostet bei einer 12-monatigen Vertragslaufzeit 120 Euro jährlich. In einer kostenlosen Variante verbindet Sie die DRK App in einem Notfall mit einer festgelegten Rufnummer.

 

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