Finanzierung

Finanzierung

Kostenübernahme
von altersgerechten Assistenzsystemen

Niedliche Spardose
Foto: andibreit/ pixabay.com

Die digitalen Hilfsmittel sind oft nicht preiswert zu haben. Informieren Sie sich über Zuschüsse und Finanzierungsmöglichkeiten.

Die neuen altersgerechten Assistenzsysteme sind in den Seniorenalltag noch nicht eingezogen. Zum Teil liegt das an erhöhten Kosten und mangelnder Beteiligung seitens der Kranken- oder Pflegekassen. Wir bieten Ihnen einen Überblick über mögliche Finanzierungen.

Pflegekasse

Grundsätzlich wird zwischen Hilfsmitteln, die von der Krankenkasse bezahlt werden und Pflegehilfsmitteln, die von der Pflegekasse übernommen werden, unterschieden. Anspruch auf Pflegehilfsmittel haben nur Menschen mit einem Pflegegrad. Diese Einstufung wurde Anfang 2017 mit dem Zweiten Pflegestärkungsgesetz vom Bundesministerium für Gesundheit (BMG) neu geregelt. Für eine Kostenübernahme ist die Höhe des Pflegegrads maßgeblich. Es gibt kostenlose Pflegegradrechner mit der Sie Ihre Einstufung schnell einschätzen können.

Mit dem Gesetz stellte das BMG auch neue Weichen der Finanzierung, die die häusliche Pflege stärken sollen. Für umfassende Fragen zur Pflegeversicherung bietet das BMG ein Bürgertelefon an und verweist auf Stellen in Ihrer Nähe, bei denen Sie sich auch persönlich beraten lassen können (mehr zu individuelle Beratung).

Der Gesetzliche Krankenversicherung-Spitzenverband (GKV) verzeichnet Hilfsmittel und Pflegehilfsmittel in einer in Produktgruppen gegliederten Liste. Für die aufgeführten Produkte besteht seitens der Kassen eine Leistungspflicht. Technische Pflegehilfsmittel befinden sich in den Produktgruppen 50, 52 und 53.

Die Pflegekasse übernimmt unter bestimmten Umständen in Höhe von unter 20 Euro das Hausnotrufsystem, das in die Produktgruppe 52 eingeordnet wird. Andere Produkte sind noch nicht standardmäßig aufgenommen.

Im vom BMG geförderten Abschlussbericht Nutzen und Finanzierung technischer Assistenzsysteme steht dazu folgendes: Pflegebedürftige haben gemäß § 40 Abs.1 S.1 SGB XI Anspruch auf Versorgung mit Pflegehilfsmitteln, die zur Erleichterung der Pflege oder zur Linderung der Beschwerden des Pflegebedürftigen beitragen oder ihm eine selbständige Lebensführung ermöglichen. Im Klartext heißt das, die Pflegekasse kann auch Pflegehilfsmittel bezuschussen, die nicht in der aktuellen Liste des GKV aufgeführt sind. Nachfragen schadet nicht!

Kredit und Zuschüsse

Die KfW Bank bietet für altersgerechtes Umbauen günstige Kredite von bis zu 50.000 Euro an (Altersgerecht Umbauen Kredit KfW 159). Privatpersonen können außerdem einen Zuschuss beantragen in Höhe von bis zu 6.250 Euro für Barrierereduzierung (455-B) oder bis zu 1.600 Euro für Einbruchschutz (455-E) Euro. Zurzeit sind die Mittel für Barrierereduzierung ausgeschöpft und werden voraussichtlich erst im Sommer wieder bewilligt. Informieren Sie sich hier, über den Stand des Zuschusses für Barrierereduzierung. Bitte beachten Sie, das nur Vorhaben gefördert werden, die bei Antragstellung noch nicht begonnen wurden!

Einen umfassenden Überblick über Fördermaßnahmen bieten folgende Portale:

 

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